Lagen

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Karsdorfer Hohe Gräte

Karsdorfer Hohe Graete preussischer Musterweinberg

 

Historischer preussischer Musterweinberg von 1924

Geschichte:Ursprung des Namens - Auf dem Bergrücken (GRAT der Bruchkante der Querfurter Platte) lag eine der Schutzburgen des Unstruttales. Historiker vermuten hier den Königssitz der Thüringer (Schlacht gegen die Franken 531!). Noch sichtbare Reste von Wallanlagen standen für die Namensgebung dieser historischen Weinberglage Pate. Nach der Reblaus-Katastrophe wurde hier vom preußischen Staat einer der ersten Versuchs-und Musterweinberge des Unstrutgebietes in der Größe von 2,4 ha mit modernen Wegesystem und Rebenerziehung mittels Drahtrahmenanlagen angelegt. Bis 1938 bewirtschaftete die Versuchsanstalt für Wein-Obst-und Gartenbau Freyburg/U. die "Hohe Gräte", welche 1939 in den vollständigen Besitz des Großvaters, Artur Lützkendorf, überging und sich auch heute noch im Alleinbesitz der Familie befindet.

Bodenstruktur: Mineralreiche Myophorienschichten mit 50 m Mächtigkeit von Ton-und Schluffsteinen, die zumeist violett bis rot gefärbt sind und in welche so genannte Doppelquarzite und Fasergips eingelagert sind. Im Flachhang ist Hanglöss - fruchtbare, wasserspeichernde Schwarzerde artige Böden - ausgeprägt. Die Schichtenfolge ist nahezu hangparallel nur in diesem Weinberg anzutreffen.

Mikroklima: Lage im Lee der Mittelgebirge, besonders niederschlagarmes (unter 500mm), sommerwarmes (Juli-Mittel 18°C) und wintermildes Klima (Jahresmitteltemperatur 9,2°C), herausragende Strahlungsgunst des Weinberges mit in Bodennähe extrem hohen Temperaturen sowie thermisch bedingte sommerliche Kaltluftabflüsse mit Ausbildung der warmen Hangzone am Oberhang.

Höhenlage: 110 - 220 m über NN

Exposition: Süd-Süd-West

Hangneigung: >45%

 

Karsdorfer Hohe Gräte Kalksteinbruch

 

Kalksteintagebau

Geschichte: Seit 1994 renaturierter ehemaliger Teil eines Kalksteintagebaus und in der Weinbergsrolle der Hohen Gräte zugehörig. Innerhalb der vergangenen Jahre hat sich in der Umgebung der Rebflächen ein eindrucksvolles, sich ständig entwickelndes Biotop mit vielfältiger Fauna und Flora entwickelt. Niederwild (Fasane, Rebhühner) aber auch Füchse, Dachse und Uhus bereichern den Lebensraum. Neben neu entstehenden Trockenrasenflächen entwickelt sich eine beeindruckende Pflanzen- und Gräservielfalt.

 

 

 

 

Bodenstruktur: In konstruktiver Kooperation von Geologen, Meteorologen, Bodenkundlern und Bergbauexperten wurden entlang der 40 m hohen Kalksteinwände des 500 ha großen Kalksteinkessels die Weinbergsflächen nach dem Vorbild der ursprünglichen Geologie mit Muschelkalkverwitterungsgestein im Untergrund und bis zu 15 m Keuperböden und Hanglöss als Oberboden geschichtet.

 

Mikroklima: Innerhalb des etwa 500 ha großen Kalksteinkessels finden die Weinreben auf 4,5 ha Fläche - geschützt durch 40 m rückseitig gelegene Kalksteinwände, die einerseits über ein enormes Wärmespeichervermögen verfügen und anderseits vor Winterkälte und Wind schützen - perfekte Bedingungen für ihr Gedeihen und optimale Traubenreife vor.

Höhenlage: 150 - 220 m über NN

Exposition: Süd

Hangneigung: 30%

 

Freyburger Edelacker

Freyburger Edelacker

 

Edle Weine gedeihen nur auf edlen Böden

Geschichte: Die historisch richtige Bezeichnung ist Freyburger Schweigenberg (Gewann Kleiner Schwaigen). Mit der Neuerstellung der Weinbergsrolle von Saale-Unstrut wurde die Lagenbezeichnung Edelacker für die Freyburger Terassenweinberge festgelegt.

Die mittelalterliche Terrassenanlage gilt als eine der kulturhistorisch wertvollsten Weinberglagen der Region und ist nach VDP-Klassifizierung wie die Hohe Gräte eine VDP.GROSSE LAGE. Bis 1945 waren u.a.die Gründerfamilien der Rotkäppchensektkellerei,Kloss und Förster,Eigentümer dieser Filetlage.

Bodenstruktur: Die Premiumlage Freyburger Edelacker ist mit besonders fruchtbaren, tiefgründigen Böden gesegnet. Außergewöhnlich für die von Muschelkalkverwitterung geprägte Bodenstruktur ist der hohe Anteil von lehmigen und tonigen Feinerden, die das Regenwasser binden. Hier findet der Blaue Zweigelt ideale Reifebedingungen.

Höhenlage:115 - 220 m über NN

Exposition:Süd

Hangneigung:>45%